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Responsive Web Design bedeutet umdenken!

Responsive Web Design Projekte erfordern neue Workflows, neue Denkmuster, neue Herangehensweisen. Sollten Sie gerade auf dem Weg in diese Richtung sein, bietet sich Ihnen jetzt die einmalige Chance, bisherige Herangehensweisen zu hinterfragen und die Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg zu verändern. So verbessern Sie Ihre Chance, derartige Projekte erfolgreich durchzuführen, signifikant!

Aus dem Einstieg in Responsive Web Design haben wir viel über die notwendigen Umdenkprozesse gelernt. Einige Beispiele wollen wir gerne teilen:

    • Projektmanagement: Das häufig genutzte “Wasserfallmodell”, bei dem ein Projekt die einzelnen Entwicklungsschritte wie Konzeption, Design, Entwicklung und Testing wasserfallartig nahezu nacheinander durchläuft, ist nicht mehr praktikabel. Ein Responsive Design Projekt lebt vielmehr vom permanenten Austausch aller Beteiligten. Nur so kann das Team im gesamten Projektverlauf agil und schnell auf die Anforderungen eines solchen Projektes reagieren.

 

    • Design: Sich zunächst auf die Kreation finaler Layouts aller wichtigen Seitentypen zu konzentrieren, ist nicht mehr empfehlenswert. Die Anforderungen an ein fluides Web Design sind schlichtweg zu komplex, um sie vorab vollständig zu erfassen und in einem statischen Layout abzubilden. Sinnvoller ist es, Designvorgaben zu entwickeln, die der Web Entwickler bei der Umsetzung berücksichtigen und später gemeinsam mit dem Designer feinschleifen kann.

 

    • Frontend Development: Die Idee, dass der Entwickler ein finales Design vorgelegt bekommt, das er “nur noch” in Code übersetzen muss, ist überholt. Vielmehr sollte der Entwickler in die Umsetzung einsteigen, sobald eine grobe Designrichtung feststeht. Es empfiehlt sich, so früh wie möglich mit der Erstellung eines Prototyps zu beginnen und diesen auch anstelle von Layouts mit dem Kunden abzustimmen.

 

    • Testing: Viele Entscheidungen auf gestalterischer, technischer oder struktureller Ebene werden unmittelbar im Projektverlauf getroffen. Daher spielt das Testing eine wichtige Rolle und sollte nicht am Ende eines Projektes, sondern während des gesamten Umsetzungsprozess stattfinden. Zahlreiche Tools können beim Testing unterstützen, sollten jedoch nie den Test auf echten Endgeräten ersetzen.

 

  • Kundenabstimmung: Im Rahmen von Responsive Design Projekten empfiehlt sich eine wesentlich engere Zusammenarbeit mit dem Kunden. Anstelle von Abnahmen fertiger Teilprojekte, sollte er direkt in den Entstehungsprozess eingebunden werden. Dies erfordert auch auf Kundenseite ein Umdenken: Er muss sich daran gewöhnen, Entwicklungsstände, also auch “Halbfertiges”, zu sehen, stärker zu abstrahieren und sein Feedback ggf. auf ein bestimmtes Thema zu fokussieren.

Die Projektarbeit neu zu gestalten, um Responsive Design Projekte abzubilden, ist ein spannender Prozess und bietet viele Chancen zur Überarbeitung und Optimierung der Zusammenarbeit. Er ist jedoch nicht von heute auf morgen umzusetzen. Um neue Denkweisen und Arbeitsansätze zu etablieren, erfordert es daher Geduld, gegenseitiges Verständnis und eine offene Kommunikation. Der so gewonnene Gestaltungsspielraum aller Projektbeteiligten und die steigende Qualität des Endergebnisses zeigen, dass es sich in jedem Fall lohnt, diesen Weg zu gehen.

Zum gleichen Schluss kommen die Autoren des Artikels “Responsive Webdesign verkaufen: So sieht der optimale Workflow aus”, kürzlich erschienen auf dem Portal t3n. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, der nicht nur klassische Website-Erstellungs-Workflows mit den Anforderungen von Responsive Design vergleicht, sondern auch den idealen RWD-Entstehungsprozess umreißt.

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